Chronik der Stadtsparkasse Mönchengladbach

1853 - heute

Zwei von drei Mönchengladbacher Bürgerinnen und Bürgern sind heute Kunde der Stadtsparkasse.

 
 

13. September 1853

Die Sparkasse der Oberbürgermeisterei Gladbach wird mit Genehmigung des Oberpräsidenten der preußischen Rheinprovinz gegründet. Bescheidene 11 Taler und 24 Silbergroschen verbucht die Sparkasse, die in der alten Benediktinerabtei untergebracht ist, zum Abschluss ihres ersten Geschäftsjahrs.

30. Januar 1854

Die Sparkasse der Gemeinde Rheydt wird eröffnet. Ihr erstes Domizil findet sie im alten Rathaus, das zum Gebäudekomplex des ehemaligen Alexanderklosters gehört. Einer der ersten Sparer ist Bürgermeister Johann David Büschgens.

24. März 1886

Der amtierende Oberpräsident der Rheinprovinz genehmigt die Statuten der Sparkasse zu Wickrath.

1. Mai 1901

Die ersten drei Zweigstellen der Sparkasse Gladbach werden eröffnet. Das Konzept der Dezentralisierung bewährt sich: Zehn Jahre später zählt die Sparkasse Gladbach bereits zehn Zweigstellen.

17. Juni 1912

Die Sparkasse Gladbach zieht in ihr erstes eigenes Gebäude am Alten Markt.

1. August 1921

Mit der Eingemeindung von Gladbach-Land, Neuwerk und Rheindahlen wird „München Gladbach“ mit 113.128 Einwohnern zur Großstadt. Die Städtische Sparkasse Rheindahlen geht in der Sparkasse M. Gladbach auf.

1. August 1929

Das Gesetz über die kommunale Neugliederung des Rheinisch-Westfälischen Industriegebietes wird erlassen. Dem folgt der Zusammenschluss der Stadtgemeinden M. Gladbach und Rheydt unter Eingliederung von Odenkirchen, Giesenkirchen, Schelsen und Hardt zur Stadt „Gladbach-Rheydt“, die von da ab knapp 200.000 Einwohner zählt. Gleichzeitig erfolgt die Zusammenlegung der Sparkassen zur Städtischen Sparkasse Gladbach-Rheydt.

1. August 1933

Die Nationalsozialisten erlassen das „Gesetz über die Aufteilung der Stadtgemeinde Gladbach-Rheydt“. In der Folge werden die Städtische Sparkasse M. Gladbach und die Städtische Sparkasse Rheydt wieder selbstständig.

50er Jahre

Inmitten des „Wirtschaftswunders“ feiern die Sparkassen Gladbach und Rheydt jeweils ihr 100-jähriges Bestehen.

Am 11. September 1953 eröffnet die neue Gladbacher Hauptstelle am Bismarckplatz und 1955 die Hauptstelle der Städtischen Sparkasse Rheydt an der Marktraße.

Ende der 50-er Jahre kommt es mit der Einführung der bargeldlosen Lohn- und Gehaltszahlungen zu einer bis dahin nie gekannten Inanspruchnahme von Finanzdienstleistungen. Während sich die Geschäftstätigkeit früher hauptsächlich auf das Einlagen- und Kreditgeschäft konzentrierte, führen die verbesserten Vermögens- und Wirtschaftsstrukturen jetzt dazu, dass Kundinnen und Kunden verstärkt auch neue Produkte wie Konsumentenkredite, Dispositionskredite, vielfältige Sparformen sowie Anlagemöglichkeiten im Wertpapiergeschäft nutzen. Zudem führen die stark steigenden Kundenzahlen zur Eröffnung neuer Zweigstellen.

1958 verabschiedet der Landtag von Nordrhein-Westfalen ein neues Sparkassengesetz, aufgrund dessen die Sparkassen auch neue Satzungen erhalten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind ab diesem Zeitpunkt nicht mehr Bedienstete der Stadt, sondern Angestellte der Sparkasse.

1963

Die Stadtsparkasse Mönchengladbach stellt um auf elektronische Datenverarbeitung. Fünf Jahre später nimmt die Städtische Sparkasse Rheydt ihre erste EDV-Anlage in Betrieb.

1965

Kundennähe auf Rädern bietet die „Fahrbare Zweigstelle“. Eine solche nimmt zunächst bei der Stadtsparkasse Mönchengladbach und ein Jahr später auch in Rheydt ihren Dienst auf. Die letzte Fahrt erfolgte 1993.

1969

Die Stadtsparkasse Mönchengladbach offeriert erstmals in Deutschland Wohnungsbaufinanzierungen bis zu 90 % der angemessenen Bau- und Bodenkosten zu Konditionen, wie sie sonst nur für erstrangige Hypotheken angeboten werden. Für viele Kundinnen und Kunden wird damit der Wunsch vom Eigenheim wahr.

1. Januar 1976

Nach Anhörung der Sparkassenverwaltungsräte entscheidet der Rat der Stadt, die drei Sparkassen im neu entstandenen Stadtgebiet mit Wirkung vom 1. Januar 1976 zusammenzuschließen. Die Stadtsparkasse Mönchengladbach, die Stadtsparkasse Rheydt sowie die Gemeindesparkasse Wickrath gehen in der Stadtsparkasse Mönchengladbach auf.

1977

Das eurocheque-Kartenverfahren bewährt sich bereits seit fünf Jahren. Jetzt gibt die Stadtsparkasse Mönchengladbach auch erstmals die Kreditkarte EUROCARD aus.

Zu Beginn des Jahres 1977 eröffnet die hauseigene Immobilienabteilung. Bauträger sowie private Käufer und Verkäufer begrüßen den neuen Service.

1978

Die Stadtsparkasse Mönchengladbach feiert ihr 125-jähriges Bestehen. Anlässlich des Jubiläums beschließen Verwaltungsrat und Vorstand, die „Sparkassenstiftung für Kunst und Wissenschaft“ zu gründen. Das Stiftungskapital beträgt eine Million DM.

1981

Als Antwort auf den Wegfall der staatlichen Sparförderung entwickelt die Sparkasse attraktive Lösungen: Das Prämiensparen und, für die Anlage von vermögenswirksamen Leistungen, das VL-Sparen mit Prämie werden eingeführt.

Im selben Jahr erfolgt die Inbetriebnahme der ersten beiden Geldautomaten in der Hauptstelle Bismarckplatz und der Geschäftsstelle Marktstraße.

1987

Einen besonderen Stellenwert im Produktangebot erlangt die neu eingeführte Inhaberschuldverschreibung (IHS). Erstmals ist damit ein hauseigenes, börsennotiertes Wertpapier mit Laufzeiten von fünf bis acht Jahren im Angebot.

21. Juli 1988

Bereits im Jahre 1986 war die Entscheidung, am Bismarckplatz eine neue Hauptstelle zu errichten, gefallen. Am 21. Juli 1988 erfolgt die Sprengung des alten Gebäudes. In den folgenden drei Jahren arbeiten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in provisorischen Unterkünften, während die Bauarbeiten auf Hochtouren laufen.

11. Juli 1991

Der Neubau der Sparkassenhauptstelle Bismarckplatz wird feierlich eröffnet. Das Gebäude entspricht modernen technischen und betriebswirtschaftlichen Erfordernissen und ist mit großzügigen Räumen für Kundenberatung und -service sowie mitarbeiterfreundlichen Arbeitsplätzen ausgestattet. Der darstellenden Kunst wird dabei ein besonderer Stellenwert eingeräumt. Neben zahlreichen Werken bekannter Mönchengladbacher Künstler, stellt die Wasser-Licht-Skulptur von Prof. Heinz Mack einen herausragenden Blickfang im Mittelpunkt der Kundenhalle dar.

90-er Jahre

Für das Girokonto, Dreh- und Angelpunkt der finanzwirtschaftlichen Aktivitäten, bietet die Sparkasse ein optimiertes Lösungskonzept. Am 1. April 1996 wird das einheitliche Preissystem durch ein differenziertes Modell ersetzt. 135.000 Privatgirokunden können ab sofort zwischen drei Varianten wählen.

Sich rasch vollziehende Marktveränderungen führen zur Entwicklung einer neuen Vertriebsstruktur der Sparkasse. Privat- und Firmenkunden werden in separaten Geschäftsbereichen von spezialisierten Beraterinnen und Beratern betreut. Fachspezifische Betreuungscenter werden eingerichtet und der Kundenservice wird in den Geschäftsstellen neu strukturiert.

1997

Die Stadtsparkasse Mönchengladbach geht erstmals mit ihrer eigenen Internetseite online.

2000

Die zweite der beiden Sparkassenstiftungen, die „Sparkassenstiftung für Mönchengladbach“, wird ins Leben gerufen. Ihr Ziel besteht in erster Linie darin, überall dort einzutreten, wo die Lebenssituationen der Menschen es erfordern. Dies beginnt bei der Ausstattung von Kindergärten und endet bei Zuwendungen an Altenheime. Das Stiftungskapital beläuft sich bei Gründung auf 1 Million DM.

1. Januar 2002

Der Euro löst die DM ab. Vier Millionen Euro-Banknoten im Wert von 240 Millionen Euro sowie 25 Millionen Euro-Münzen mit einem Wert von 7,6 Millionen Euro ordert die Sparkasse bei der Landeszentralbank. Fast fünf Millionen Euro werden ab dem 17. September 2001 vorab an Firmenkunden ausgezahlt. Privatkunden haben ab dem 17. Dezember die Möglichkeit, Euro-Starterkits im Gegenwert von 20 DM zu erwerben. Bis zum Jahreswechsel werden 70.000 Stück ausgegeben.

1. Januar 2012

Mit einem Anfangsstiftungskapital von 2 Millionen Euro hat die Stadtsparkasse die Sparkassenstiftung für Jugend und Jugendsport in Mönchengladbach ins Leben gerufen. Zielsetzung ist es, eine nachhaltige Förderung der Stiftungszwecke Bildung und Erziehung, Jugendhilfe, Kunst und Kultur, Heimatpflege und Heimatkunde, traditionelles Brauchtum sowie Sport ausschließlich für Kinder und Jugendliche in Mönchengladbach zu realisieren. Das Gesamtkapital der drei Mönchengladbacher Sparkassenstiftungen beläuft sich nunmehr auf rund 9,9 Millionen Euro.

Heute

Zwei von drei Mönchengladbacher Bürgerinnen und Bürgern sind Kunde der Stadtsparkasse. 38 Geschäftsstellen im Stadtgebiet garantieren eine kundennahe, persönliche und qualifizierte Beratung. Eine breit gefächerte Produktpalette, marktgerechte Konditionen und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bilden das Fundament individueller Betreuung. Zudem ist sich die Stadtsparkasse Mönchengladbach ihrer über 160-jährigen Verwurzelung mit der Stadt bewusst. Sie fördert und unterstützt breite Bereiche des sozialen, kulturellen und sportlichen Lebens in der Stadt.

 
 
 
 
Telefon
02161/279-0